Miko verlangt Adoptionsrecht für Schwule und Lesben – SoHo bei Regenbogenparade

28. 6. 1996 – Wien (SPW-Z) Heinz Miko, der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Homosexuellen (SoHo) unterstrich Freitag, anläßlich der ersten auf der Wiener Ringstraße abgehaltenen “Regenbogenparade”, die Bedeutung des Adoptivrechtes für gleichgeschlechtlich L(i)ebende. Die SPÖ-Wien habe, so Miko, auf ihrem letzten Landesparteitag im April, einstimmig einen Antrag angenommen, in dem das Recht auf Adoption für gleichgeschlechtlich Liebende gefordert wurde. “Schwule und Lesben können genauso gute Eltern sein, wie Heterosexuelle”, unterstrich Miko seine Forderung.
Er, Miko, rufe daher dazu auf, endlich mit jener scheinheiligen Diskussion aufzuhören, wonach das Kindeswohl allein in der traditionellen Familie zu suchen sei. Wenn mehr als ein Drittel aller (heterosexuellen) Ehen geschieden werden und der Anteil der AlleinerzieherInnen stetig steige, dann habe die Ehe, als alleiniges Vorbild, wohl ausgedient, so Miko weiter. Abschließend forderte Miko die ehebaldigste Anpassung des Adoptionsrechtes auf die Bedürfnisse von Schwulen und Lesben und vor allem die Streichung des Ehegrundsatzes im Adoptionsrecht. (schluß)