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Archiv für Kategorie ‘Newsletter’

20 Januar 2008

Günter Tolar: Rückschau – Vorschau

Newsletter 01/08 - Seite 1Das neue Jahr 2008 hat zwar längst begonnen, es fragt sich also, ob eine Rückschau überhaupt noch Sinn macht. Da aber die gesellschaftspolitischen Vorgänge um uns herum ihre Wurzeln im Vorjahr und ihr Ziel (hoffentlich) im angelaufenen Jahr haben, wage ich es trotzdem. 2007 hat die SoHo viel zu tun gehabt. Die SoHo Tirol wurde „revitalisiert“ und ist unter den neuen Vorsitzenden gleich vom Start weg sehr aktiv geworden. In Wien hat sich die „Sektion 69“ gegründet. Sie wird sich um unsere Belange in den Wiener Bezirken 6 – 9 kümmern. Auch hier ist der Start voll gelungen. Die Aktion „Betreutes Wohnen“ ist, nach dem Konzept von Courage – Wahala, in Zusammenarbeit mit dem 6. Bezirk auf Schiene gestellt. Der Start erfolgt demnächst.

In Transgender-Angelegenheiten haben wir neue Initiativen gestartet, die ich jedoch hier, aufgrund der etwas intrigenanfälligen Szene, nicht ausbreiten möchte. Hier arbeiten wir mehr hinter den Kulissen. Die von uns angeregte Evaluierung, wie es mit der homosexuellen (vor allem schwulen) Altenbetreuung in Wien und in Österreich ausschaut, ist noch im Gange, da sollten im Frühjahr Ergebnisse kommen. Sollte ich jetzt etwas vergessen haben, die Betroffenen werden mich sicher darauf aufmerksam machen.

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15 November 2007

Günter Tolar: ZEIT DER ERNTE?

Newsletter 11/07 - Seite 1Als 68jähriger Schwuler bin ich derzeit immer ein wenig zwischen euphorischer Hoffnung und tiefer Enttäuschungsbereitschaft (“das wird eh wieder nix“) hin und her gerissen. Beides sind subjektive Wahrnehmungen, Stimmungen, Einschätzungen je nach persönlicher Befindlichkeit – also alles Instrumentarien, die einer zielgerichteten Arbeit fast diametral im Weg stehen.

Die E-Mail-Diskussionen, die ich in den letzten Tagen (nicht immer mit großer Freude) verfolgen durfte, waren eine eigenartige Mischung aus Sachlichkeit und deren krassem Gegenteil. Dennoch: (Fast) jeder Beitrag hatte seinen Wert und hat mir (dem um Objektivität bemühten Leser) weiter geholfen. Warum ich aber jetzt die OBJEKTIVITÄT (und damit meine ich durchaus Vernunft) so vehement einfordere hat mehrere Gründe: 1. So weit, wie wir derzeit sind, waren wir noch nie. 2. Die ÖVP (an der bisher alles hing und auch jetzt alles hängt) ist so offen wie noch nie. Das heißt, die Chancen, nun endlich ein brauchbares Partnerschaftsgesetz zu bekommen, sind so groß wie zuvor nie.

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3 Oktober 2007

Günter Tolar: “HOFFENTLICH NICHT ZU FRÜH GEFREUT…”

Seite 1Es klingt ja wirklich großartig: „Eingetragene Partnerschaft für Homosexuelle vor dem Standesamt“ – und das aus dem Mund der ÖVP. Zuerst Minister Pröll, dann Vizekanzler olterer. Letzterer sprach von „Gesetz noch in diesem Jahr – 2008 kann der Homopakt geschlossen werden.“ Homopakt, naja. Pröll sprach von einer Eingetragenen Partnerschaft (EP) nach Schweizer Muster. Das Schweizer Gesetz sieht eine Eintragung vor dem Standesamt vor und stellt die Homosexuellen faktisch der Ehe gleich. Ausgenommen (sogar verboten) ist die Adoption, auch der Zugang zur Fortpflanzungsmedizin ist verwehrt. Über beides wird man verhandeln müssen. Justizministerin Berger hat zwar völlig überflüssig deponiert, dass sie sowieso nie eine Adoption wollte. Sie hat (hoffentlich) nur die Fremdkindadoption gemeint.

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11 September 2007

Newsletter 09/2007

Newsletter 09/2007Günter Tolar: “DIE ZEIT DER CHANCEN”

“Vielleicht bin ich etwas zu optimistisch, aber ich meine, wir haben noch nie so große Chancen gehabt, dass mit unseren Anliegen was weitergeht, wie derzeit. Ich kann auch die Indizien für meinen Optimismus nennen. Zum ersten Mal in der LesbiSchwulen Geschichte Österreichs wurde im Ministerrat (dort geht bekanntlich alles nur einstimmig) beschlossen, dass unsere ParterInnenschaften geregelt werden sollen”…

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9 Juli 2007

Newsletter 07/03

guentertolar4-credit-patzak.jpgEs hat ein bissel gedauert, bis wir uns wieder mit einem Newsletter melden, wir entschuldigen uns dafür. Vielleicht lag es aber auch daran, dass sich an unserer Grundsituation (leider) noch nichts geändert hat. Die SPÖ steht (seit Jahren) klar positioniert da, während die ÖVP seit kurzer Zeit nachzudenken beginnt. Die Signale aus dem Familienministerium (Kdolsky – ÖVP) und dem Justizministerium (Berger – SPÖ) lassen Hoffnungen aufkommen, dass zumindest unsere Grundforderungen in absehbarer Zeit in Erfüllung gehen:
Totale Gleichstellung unserer Lebenspartnerschaften, Umfassender Diskriminierungsschutz in allen Lebenslagen. (weiterlesen…)

23 April 2007

Newsletter 07/02

Günter Tolar

Gleich vorneweg: Den Newsletter wird es in Zukunft wieder regelmäßig geben.
Und: Den Jour Fixe werden wir auch wieder aufnehmen, den Termin gebe ich im nächsten Newsletter bekannt.

Zur Aktualität: Der SPÖ und der SoHo ist es gelungen, Skeptikern klar zu machen, dass sich an der Stellung unserer Partei zu den gleichgeschlechtlichen Partnerschaften absolut nichts geändert hat. Unsere Forderung heißt „Eingetragene Partnerschaft“ selbstverständlich vor dem Standesamt. Die Notariatsvariante wird von uns mit dem Koalitionspartner diskutiert, weil wir der Meinung sind, dass nur Gespräche uns weiterbringen. (weiterlesen…)

25 Januar 2007

NEWSLETTER 07/01

SoHo-Bundesvorsitzender Günter TolarWer in den letzten Tagen oder Wochen unseren Newsletter erwartet oder auch schon vermisst hat: Ich habe etwas zugewartet, bis sich die Enttäuschung, die auch uns erfasst hat, etwas gelegt hat und der Blick frei auf die neue (eigentlich die alte) Realität geworden ist. Unsere wirklich große Enttäuschung haben wir allerorts deutlich deponiert. Für eine Organisation wie die SoHo, die was weiterbringen soll, kann aber Enttäuschung nur eine temporäre Erscheinung sein. Unsere Aufgabe ist es, allen Widrigkeiten zum Trotz, unsere Anliegen durchzusetzen. Und genau daran arbeiten wir schon wieder – jetzt halt unter geänderten Rahmenbedingungen. (weiterlesen…)

2 November 2006

NEWSLETTER 06/10

NEWSLETTER 06/10 – Donnerstag, 2. November 2006

Am 30. Oktober 2006 hat der Landesvorstand Wien getagt, am 1. November 2006 war dann der Bundesvorstand dran. Dabei wurden einige personelle Weichenstellungen vorgenommen. Der (bereits vor einigen Monaten erklärte) Rücktritt von Dominik Mungenast in seinen Funktionen als Wiener Landessekretär und als Bundessekretär wurde nun vollzogen. Landes- und Bundesvorstand haben den Rücktritt angenommen und Martina Punz mit der interimistischen Übernahme beider Funktionen betraut. Interimistisch deshalb, weil die definitive Bestellung erst bei der 2007 fälligen Bundesversammlung erfolgen kann. (weiterlesen…)

26 September 2006

Newsletter 06/09

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Dienstag, 26.09.2006

Die Nationalratswahl ist (nun endlich) am Sonntag, 1. Oktober. Für uns Lesben, Schwule, Bisexuelle und TransGender-Personen ist die Wahl am 1. Oktober eine Richtungs-, um nicht zu sagen Schicksalswahl. Einerseits steht der hinreichend bekannte Kurs der ÖVP (mit ihren vor sich hinbröselnden jeweiligen Ministranten), der uns nach wie vor diskriminiert, jede Form von Gleichstellung verweigert und uns als gleichgeschlechtlich L(i)ebende einem (von der katholischen Kirche geprägten) realitätsfremden Uralt-Familienbild unterwerfen will. Andererseits die von der SPÖ seit Jahren geforderte völlige Gleichstellung der Homosexuellen in allen Lebensbereichen, die seit Jahren im Parlament beschlussreif liegende „Eingetragene PartnerInnenschaft“, die Öffnung der Ehe für alle, ein umfassender Diskriminierungsschutz, u.s.w. – Gleichstellung eben. (weiterlesen…)

11 September 2006

Newsletter 06/08

Newsletter 06/08 – Montag, 11. September 2006

Am Freitag, 8. September hat in Linz der 39. Ordentliche Bundesparteitag der SPÖ stattgefunden. Seitens der SoHo waren wir vertreten mit Ing. Angelika Frasl und mir (Günter Tolar). Peter Traschkowitsch und Martina Punz waren ebenfalls delegiert, allerdings von ihren Organisationen. Die Ergebnisse des Parteitages sind bekannt: Alfred Gusenbauer wurde mit 95% wieder gewählt. Aller Jubel darüber (das letzte Mal waren es nur knapp 89%) und alle Kritik daran (alle anderen haben mehr %) war ebenfalls ausführlich zu lesen. Der Parteitag war perfekt inszeniert, Josef Broukal moderierte ihn sehr gut. Die große (vielleicht da du dort auch etwas trotzige) Einigkeit war überall zu spüren.

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