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Archiv für 2003

23 Dezember 2003

Postkarte der SoHo-Steiermark zum Grazer Bürgermeister

Postkarte Nagl23.12.03 – Die SoHo Steiermark hat zu den jüngsten schwulen- und lesbenfeindlichen Aussagen des Grazer Bürgermeisters eine lustig-”besinnlichen” Postkarte produziert, die auch in der Grazer Szene aufliegt. Rückfragen und “Bestellungen” an: Kurt Zernig, kurt.zernig@stmk.gv.at oder Hans-Peter Weingand, hans-peter.weingand@joanneum.at.

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21 Dezember 2003

Tolar: Grazer Bürgermeister untergräbt Titel “Stadt der Menschenrechte” durch Lesben- und Schwulenfeindlichkeit

Utl.: Grazer VP-Bürgermeister Nagl will Homosexuelle bekehren

21. 12. 2003 – Wien (SK) Empört zeigte sich Günter Tolar, Bundesvorsitzender der sozialdemokratischen Homosexuellenorganisation SoHo, über die schwulen- und lesbenfeindlichen Ausritte des Grazer VP-Bürgermeisters Siegfried Nagl. Im Steiermarkteil der “Presse” am Samstag erklärte Nagl, er weigere sich, “Homosexualität zur Normalität in unserer Gesellschaft” zu erklären”, und drückte seine “Hoffnung” aus, dass der Glaube vielleicht für diese Menschen dazu führen könnte, dass sie mit dieser Form des Zusammenlebens aufhören”. (weiterlesen…)

9 Dezember 2003

ORF-Stiftungsrat: Protest an der Nichtausstrahlung der homosexuellen Folge von “Dismissed” wird morgen behandelt

9. 12. 2003 – Wien (SK) Der Vorsitzende der sozialdemokratischen Homosexuellen-Initiative SoHo Günter Tolar und SPÖ-Stiftungsrat Karl Krammer verurteilten am Dienstag unisono die Nicht-Ausstrahlung der Folge von “Dismissed” in der es um Homosexuelle geht. Tolar sprach gegenüber dem Pressedienst der SPÖ von einem “diskriminierenden und bewussten Vergraulen einer dynamischen ORF-Zielgruppe”. Krammer hält ebendieses für schlicht “unprofessionell”. “Im Jahr 2003 wird eine kaufkräftige Seherschicht verprellt”, ist Krammer über das Vorgehen des ORF entsetzt. Morgen in der Sitzung des Stiftungsrates werde dies zur Sprache kommen, erklärte der ORF-Stiftungsrat. (weiterlesen…)

2 Dezember 2003

Mailath-Pokorny: Keine Ablehnung eines Mahnmals

2. 12. 2003 – Wien (RK) “Die Behauptung der Grünen, ich lehne ein Mahnmal für homosexuelle Opfer des Nationalsozialismus ab, ist eine bewusste Missinterpretation”, sagte Wiens Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny am Dienstag bezugnehmend auf eine Aussendung der Wiener Grünen. “Die Stadt Wien hat aber mit der Errichtung des Mahnmals gegen Krieg und Faschismus ein Zeichen für alle Opfer des Nationalsozialismus gesetzt. Eine entsprechende Tafel, die im Jänner angebracht wird, weist speziell darauf hin, dass das Mahnmal gegen Krieg und Faschismus den Opfern jeglicher Herkunft, jeglichen Glaubens, jeglicher Gesinnung gewidmet ist”. (weiterlesen…)

26 November 2003

Tolar: “Nein zum verfassungswidrigen Gleichbehandlungsgesetz, Ja zum Antidiskriminierungsgesetz für alle

26. 11. 2003 – Wien (SK) “Nein zum verfassungswidrigen Gleichbehandlungsgesetz, Ja zum gerechten Antidiskriminierungsgesetz für alle!”, forderte der Verein SoHo (Sozialismus & Homosexualität) am Mittwoch in einer Pressekonferenz. Heftige Kritik an der jüngst beschlossenen Regierungsvorlage des Gleichbehandlungsgesetzes, das ÖVP/FPÖ noch heuer im Parlament beschließen wollen, übten Günter Tolar (Bundesvorsitzender der SoHo), Renate Csörgits (Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin des ÖGB), Heinz Patzelt (Generalsekretär Amnesty International Österreich), Dieter Schindlauer (Obmann von ZARA – Zivilcourage und Antirassismusarbeit, Verfasser des Boltzmann-Institut-Entwurfs für ein Antidiskriminierungsgesetz) und Helmut Graupner (Präsident des RKL – Rechtskomitee Lambda sowie Österreichs Mitglied der EU-Experten-Arbeitsgruppe zur Bekämpfung der Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung). (weiterlesen…)

25 November 2003

Offener Brief von Günter Tolar an ORF-GD Dr. Monika Lindner

Utl.: SoHo protestiert gegen Lindners Äußerungen zu Homosexuellen

25. 11. 2003 – Wien (SK) Die SoHo (Verein Sozialismus & Homosexualität) protestiert gegen die jüngsten Aussagen von ORF-Generaldirektorin Monika Lindner betreffend “schwule Dismissed-Folgen”. Lindner hatte in einem Interview mit dem “trend” (aktuelle Ausgabe, Seite 72) auf die Frage nach dem Verbot einer Ausstrahlung von “Dismissed”-Folgen mit homosexuellen TeilnehmerInnen gemeint: “Ja, das stimmt. Da war ich der Meinung, ohne dass ich irgendjemanden diskriminieren will, dass diese Folge am Samstag um 17 Uhr nicht angebracht ist. Wenn man schon glaubt, dass man sie spielen muss, sollte man sie in der Nacht spielen.” (weiterlesen…)

17 November 2003

SoHo – Kooperation mit PINK!

PINKLiebe Freundin, lieber Freund der SoHo!

Pink Ensemble

17.11.03 – Zur Abwechslung möchten wir von der SoHo Dich einmal nicht mit hochpolitischen Infos versorgen, sondern Dich auf eine interessante Musicalproduktion aufmerksam machen, da sich das Stück stark mit unseren Anliegen beschäftigt und besonders Klischees über uns aufbrechen will. (weiterlesen…)

7 November 2003

Wiener Gemeinderatsausschuss beschließt Subvention für Sexualberatungsstelle Courage

7. 11. 2003 – Wien (SPW-K) Die Familien-, PartnerInnen- und Sexualberatungsstelle Courage der Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung erhält von der Stadt Wien eine Subvention in Höhe von 21.420 Euro. Ein entsprechender Beschluss ist heute im zuständigen Gemeinderatsausschuss gefallen. “Courage leistet schwerpunktmäßig wichtige Arbeit im Bereich gleichgeschlechtliche und transGender Lebensweisen”, betont SP-Gemeinderätin Martina Ludwig. (weiterlesen…)

4 November 2003

Jarolim: Sexualstrafrecht kein Meilenstein

4. 11. 2003 – Wien (SK) “Auch wenn die Grundlinie der Sexualstrafrechtsreform, die heute im Ministerrat beschlossen wurde, zu begrüßen ist, muss gesagt sein, dass es sich dabei eher um ein Reförmchen handelt, als um einen Meilenstein”, kritisierte am Dienstag SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Im Fokus der Kritik des SPÖ-Politikers ist die Tatsache, dass eine “hochkarätige Sexualstrafrechts-Arbeitsgruppe, die eingesetzt war, um auf breiter Basis und nach intensiven Gesprächen und Expertisen von in ihren Institutionen mit der Materie befassten Fachleuten und Praktikern sowie Vertretern der Oppositionsparteien eine in sich konsistente Reform des Sexualstrafrechts zu erarbeiten, aus unerklärlichen Gründen von der Regierung als eine ihrer ersten Maßnahmen aufgelöst wurde”, betonte Jarolim. Stattdessen habe man sich mit der bloßen Minimal-Umsetzung von EU-Rahmenbeschlüssen begnügt. (weiterlesen…)

17 Oktober 2003

Falschinformation für Homosexuelle

Betrifft: “Sexuelle Vorlieben spielen keine Rolle” von Dr. Alix Frank-Thomasser; Der Standard, 14. 10. 2003, Seite 11 “Wirtschaft & Recht”

17. 10. 2003 – Wien (SoHo) Mit großer Verwunderung haben wir am Dienstag den Kommentar zum Diskriminierungsschutz Homosexueller gelesen, den der Standard offensichtlich ohne inhaltliche Prüfung abgedruckt hat. Der Artikel ist zum Großteil einfach falsch. Die Umsetzung der EU-Antidiskriminierungsrichtlinien ist sowieso eine sehr komplexe Materie, und da sind solche Fehlinformationen durch JuristInnen besonders ärgerlich. Weder sieht der von uns seit Juli kritisierte Gesetzesentwurf von BM Bartenstein einen Schutz Homosexueller bei der Wohnungssuche noch in anderen Lebensbereichen außerhalb der Arbeitswelt vor. Einzig die Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften am Arbeitsplatz wird als minimalst-Erfordernis der EU kommen. (weiterlesen…)

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