Nach dem queerfeindlichen Angriff braucht es volle Solidarität mit der HOSI Tirol!

Schon in den vergangenen Jahren wurden die Räumlichkeiten von LGBTIQ+ Organisationen in ganz Österreich immer häufiger zum Ziel von queerfeindlichen Angriffen und Vandalismus. Gerade angesichts der demnächst beginnenden PRIDE-Season 2026 stellt die aktuelle Attacke auf das Lokal der HOSI Tirol in diesem Kontext aber einen neuen, traurigen Höhepunkt dar: In der Nacht auf Mittwoch wurde die Regenbogenfahne am dortigen Vereinslokal von Unbekannten heruntergerissen, zerstückelt und mutmaßlich auch angezündet. Für die Vorsitzenden der sozialdemokratischen LGBTIQ+ Organisation SoHo in Österreich, NR. Mario Lindner, und in Tirol, Albin Schennach-Thaler, ist dieser Angriff ein trauriges Warnzeichen: „Die Zerstörung von PRIDE-Fahnen gehört inzwischen leider zum traurigen Alltag vieler Menschenrechtsorganisationen. Dass der Verein aber auch zum Opfer eines mutmaßlichen Brandversuchs wurde, ist eine neue Eskalationsstufe. Unsere volle Solidarität gilt der HOSI Tirol und den zahlreichen Menschen, die sich in diesem Verein trotz derartiger Angriffe für Vielfalt und die Sicherheit der LGBTIQ+ Community einsetzen!

 

Mario Lindner, der auch LGBTIQ+ Sprecher der SPÖ im Nationalrat ist, rückt diesen jüngsten Angriff in den breiteren Kontext der stärker werdenden LGBTIQ+ Feindlichkeit in Österreich und ganz Europa: „Seit Jahren erleben wir, dass von rechten und fundamentalistischen Kräften ganz bewusst Stimmung gegen die LGBTIQ+ Community gemacht wird. Dieser rechtsextreme Kulturkampf sorgt dafür, dass die Zahl der Hassverbrechen und Angriffe auf queere Sichtbarkeit immer häufiger werden. Wir werden mit dem Nationalen Aktionsplan gegen Hate Crime, der im Parlament auf unsere Initiative hin beschlossen wurde, genau deshalb ein breites, gesamtgesellschaftliches Vorgehen gegen Hassverbrechen auf die Beine stellen. Niemand darf Angst davor davor haben, wegen der eigenen Identität zum Opfer von Hass oder Gewalt zu werden!“

 

Für Schennach-Thaler ist der Angriff auf die HOSI auch ein klarer Versuch, die Sichtbarkeit der LGBTIQ+ Community in Tirol einzuschränken: „Eines ist klar: Wir werden sichtbar bleiben und uns niemals einschüchtern lassen! Innsbruck und das Land Tirol sind bunt und vielfältig. Gemeinsam mit der HOSI und den vielen anderen Initiativen und Aktivist*innen im ganzen Land werden wir nur umso stärker für ein sicheres und selbstbestimmtes Leben für ALLE kämpfen – unabhängig von der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität!“

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