„Es bleibt eine der wichtigsten Aufgaben, mit so vielen Menschen wie möglich im Gespräch zu sein. Ob nun auf Regierungsebene, international, mit der Community, parteiübergreifend mit Abgeordneten – nur so kommen wir voran, stärken das Verständnis füreinander und können weiter die Situation queerer Menschen weiter verbessern.“ Sophie Koch über ihren Arbeitsbesuch in Wien
Vom 22.-25.01. folgten die Queerbeauftragte der Deutschen Bundesregierung Sophie Koch, sowie der SPD-Bundestagsabgeordnete Falko Drossmann, einer Einladung ins Parlament von Österreich. Nationalrat und SoHo-Bundesvorsitzender Mario Lindner und Bundesrat Stephan Auer-Stüger informierten sich bei ihnen genau über mögliche gemeinsame Herausforderungen und Chancen im Kampf gegen Queerfeindlichkeit. Auch in Deutschland beobachten Koch und Drossmann sowohl online, wie offline, leider immer mehr gewaltsame Übergriffe. Aus diesem Grund ist ihnen die lückenlose Umsetzung eines bereits im Bundestag beschlossenen eigenen Aktionsplans gegen Hate Crimes in Deutschland ein großes Anliegen.
Begeistert zeigten sie sich außerdem über die österreicheigene parlamentarische LGBTIQ+ Inter Group, die einen parteiübergreifenden Austausch zum Thema ermöglicht. Neben Nico Marchetti von der ÖVP, diskutierte Ralph Schallmeiner von den Grünen in der Runde mit Mario Lindner von der SPÖ über Möglichkeiten zur Verbesserung der angespannten Situation für queere Menschen in Österreich und Deutschland.
Um die geteilten Eindrücke noch mit harten Fakten zu unterlegen, traf sich die Reisegruppe, inklusive Mario Lindner mit Forscher Miltos Pavlou von der European Union Agency for Fundamental Rights, kurz FRA.
Einen fulminanten Abschluss fand der Arbeitsbesuch in ausgelassener Stimmung beim Regenbogenball der HOSI Wien am Samstag. Nachdem Sophie Koch und Falko Drossmann Samstag Mittags noch die Beratungsstelle Courage kennenlernen durften und diese über die ernsten Probleme berichtet haben, mit denen LGBTIQ+ Personen in Österreich täglich konfrontiert sind, war so ein Fest der Vielfalt und Freude wie der Regenbogenball dringend nötig. Wir müssen uns manchmal daran erinnern, dass Gleichberechtigung, Inklusion und Menschenrechte für unsere Community nicht nur Utopie sein können, sondern wie eindrucksvoll am Regenbogenball spürbar, ebenso Realität sein können.